Fünf Fotografien aus den Bambuswäldern des Shikoku-Pilgerwegs in Japan.
Bambus wächst schnell. Er biegt sich, ohne zu brechen. Er klingt, wenn Wind durch ihn hindurchgeht. Und er steht still, auf eine Weise, die fast nichts anderes kann.
Diese fünf Fotografien entstanden auf dem japanischen Pilgerweg Shikoku, inmitten von Bambuswäldern, die jeden Schall dämpfen und jeden Atemzug verlangsamen. Kein Ort, den man durchquert. Eher einer, der einen hält.
Die Bilder zeigen nicht, was Bambus ist. Sie zeigen, was er auslöst: das Gefühl, für einen Moment aus dem Takt des Alltags herauszufallen, in etwas hinein, das älter ist.
Schwerer. Stiller.
Alle fünf Werke sind Farbfotografien, entstanden in der ICM-Technik direkt in der Kamera. Die Bilder folgen keiner Kapitelstruktur. Sie bilden eine Erzählung, die sich vom ersten Moment des Innehaltens bis zum Loslassen bewegt.
Die Linien atmen.
Das ist der erste Eindruck, der bleibt. Nicht Bambus als Pflanze, nicht Wald als Ort, sondern Bewegung als etwas, das man selbst mitmacht, ohne es zu wollen.
Das Bild entstand in einem Augenblick völliger Präsenz, als Körper, Wind und Licht sich kurz in demselben Rhythmus befanden.
Wer hier stehenbleibt, ist schon drin.
Überlagernde Linien, die sich nicht einigen wollen. Das Bild trägt etwas von Unruhe in sich, aber eine Unruhe, die nicht drängt.
Eher eine, die fragt: Wann hast du zuletzt aufgehört, die Zeit zu messen?
Im Bambuswald entzieht sich das. Kein Moment gleicht dem nächsten, keiner lässt sich festhalten.
Das Bild auch nicht.
Bambus klopft, wenn Wind durch ihn geht. Nicht laut. Rhythmisch.
Wie etwas, das schon immer da war und nur darauf wartet, gehört zu werden.
Diese Fotografie übersetzt diesen Klang nicht, sie wird selbst zu ihm: vertikale Linien, die sich wiederholen, variieren, beruhigen. Ein inneres Metronom, das sich auf nichts einstellt außer dem Moment.
Licht bricht sich anders im Bambuswald. Es kommt nicht offen, sondern in Streifen, durch Lücken, die immer woanders sind.
Die Komposition zeigt dieses Spiel aus Klarheit und Schatten so, wie man es erlebt: nicht als Bild, sondern als Zustand.
Für einen Moment weiß man, wo man ist. Dann verschiebt sich das Licht wieder.
Das letzte Bild ist das leiseste. Weiche Streifen, die sich kaum von der Luft unterscheiden, durch die sie sich bewegen.
Entstanden in einem besonders ruhigen Abschnitt des Pilgerwegs, wo das Rascheln der Blätter die einzige Antwort war auf eine Frage, die man nicht einmal gestellt hat.
Manchmal genügt das.
Alle fünf Fotografien sind als limitierte Originaldrucke erhältlich.
Jedes Werk existiert in einer Auflage von 1/1 zuzüglich maximal 2 Artist Editions. Mindestgröße 80 cm lange Kante, Druck auf musealen Trägermaterialien durch WhiteWall.
Preise ab 1690 €, individuelle Beratung und Anfertigung auf Anfrage.
Alle Bilder dieser Serie entstanden durch Intentional Camera Movement (ICM):
die Kamera wird während der Belichtung bewusst bewegt, sodass sich Licht und Form in der Aufnahme überlagern.
Als analoges Mittel kamen ND-Filter zum Einsatz, die längere Belichtungszeiten bei Tageslicht ermöglichen, ohne digitale Eingriffe.
Es gibt keine Nachbearbeitung der Bewegung. Was du siehst, entstand im Moment der Aufnahme.
Bambus braucht nicht viel Licht, um zu wachsen. Er findet es aber trotzdem.
Bambuswälder vergisst man nicht.
Diese Bilder auch nicht.
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